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Lothar-Günther Buchheims Privatmuseum „Grüne Galerie“

Neueröffnung und Führungen

Die Besichtigung der „Grünen Galerie“ in 82340 Feldafing am Starnberger See, Bahnhofstraße 24, ist nur mit Führung in kleinen Gruppen und mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 08158-99700, Fax 08158-997061 oder E-Mail: info@buchheimmuseum.de möglich. Für Gruppen bis zu 10 Personen können auch gesonderte Öffnungszeiten vereinbart werden. Eintrittspreis pro Person € 10.- (Führung mit Eintritt)

Die Galerie ist jeden ersten Samstag von 14-17 Uhr für Gruppen geöffnet.

Kombikarte Eintritte „Buchheim Museum der Phantasie“ in Bernried und „Grüne Galerie“ in Feldafing (mit Führung) pro Person € 17.-

Pressemeldung, 03.05.2011

Augen auf und hinein ins Vergnügen in Lothar-Günther Buchheims Wunderwelt der Phantasie! Mit bunten Glasmurmeln in der Hand darf man in der "Grünen Galerie" wieder zum Kind werden und staunen, was der "Meister" in den entlegensten Winkeln entdeckt und "an die Brust genommen hat".

Als Buchheims Museumspläne (wieder einmal) gescheitert waren, und er deshalb seine einzigartige Sammlung mit Werken deutscher Expressionisten in der ersten Hälfte der 1980er Jahre auf Welttournee schickte und diese in Museen in Japan, in den USA, in Israel und in Europa zu sehen waren, begann Buchheim in einer zauberhaften Biedermeiervilla, in der einst Außenminister Gustav Stresemann (1878-1929) zur Sommerfrische weilte, sein Privatmuseum einzurichten.

Hunderte gläserner Briefbeschwerer, Dutzende Karusselltiere, Kunstfertiges aus Glas, Geflochtenes, Geschnitztes und Gewebtes aus aller Herren Länder, Hinterglasbilder, bayerische Bauernschränke, Keramik und Porzellan zu Hauf, Werke von Autodidakten, Skulpturen und Masken aus Afrika und Asien, Marionetten, Bauchrednerpuppen, Blechspielzeug und vieles andere mehr wurden in das zweistöckige Domizil an der Bahnhofstraße gebracht, wo der "Meister" für jedes Stück den richtigen Platz bestimmte. Und er ruhte nicht, bis in den Zimmern und Nischen, ja selbst im Treppenhaus, kein leeres Plätzchen mehr zu sehen war...

Doch beschränkte sich Buchheim nicht allein auf Arrangieren von Werken anderer phantasiebegabter kreativer Köpfe, sondern er ließ auch seinem eigenen Erfindungsreichtum und seinem Spieltrieb freien Lauf. Höchst schräge "Installationen" wie der "Garten der Lüste", die "Gullymadonna" oder "das Schönste vom Schönen" offenbaren eine neue Seite seiner facettenreichen künstlerischen Persönlichkeit. Auch kann man hier der "Urform" seines "Riesenzirkus Buffi" und seinen Hinterglasbildern von 1945/46 begegnen sowie "Dittis" - Diethild Buchheims - liebenswerten Blätterbildern.

Warum sich Buchheim entschloss, mit der "Grünen Galerie", deren Name sich auf türkisgrüne Elemente der Außengestaltung, aber wohl auch auf die Schatzkammer des Dresdener "Grünen Gewölbes"bezieht, ein einzigartiges künstlerisches Ensemble, ja ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, hat den Grund, dass er modellhaft vorführen wollte, was sein "Museum der Phantasie" beinhalten und wie es aussehen sollte. Denn immer wieder waren Buchheims Pläne, seine "Nebensammlungen", die er liebevoll als "Wiesenpfade der Kunst" bezeichnete, neben Werken deutscher Expressionisten in einem Museum zu präsentieren, auf Ablehnung gestoßen. Im Kontext klassischer Museumskonzepte verstand man des Malers freie, unkonventionelle, weil vorbehaltlose sowie grenzbe- und -überschreitende Art des Sammelns nicht, genauso wenig wie seine Begeisterung für den überbordenden Formenreichtum kreativen Schaffens allerorten. Noch konnte man die Bezüge, die der Maler sah, nachvollziehen.

Doch nur, weil Buchheim als sammelnder Maler eben diese eigenwilligen, künstlerisch-subjektiven Strategien mit Konsequenz verfolgte, weil er abseitige und widerständige Wege ging, haben diese seine Sammlungen heute besonderes Gewicht. In den 1950er Jahren beispielsweise, als die gegenstandslose Kunst boomte, setzte sich Buchheim als Sammler, Verleger und Kunstbuchautor vehement für die figurative Malerei der Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Beckmann und anderer deutscher Expressionisten ein. Und als "Bauhaus" und Funktionalismus den Lebensstil vieler bestimmten, machte er aus seiner Liebe für die sinnen- und farbenfreudige Pracht alten Kunsthandwerks kein Hehl und umgab sich mit bayerischen Bauernschränken, geschnitzten und farbig gefassten Karusselltieren, Hinterglasbildern, gläsernen Briefbeschwerern, die er nach biedermeierlichem Vorbild auf den Fensterbrettern seines Feldafinger Wohnhauses arrangierte und vielen tausend anderen "unmodernen" Dingen mehr. Neben Buchheims Domizil atmet die "Grüne Galerie" am unmittelbarsten und authentischsten Buchheim'schen Geist.

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museum
Museumsleitung


Außenansicht der „Grünen Galerie“
Foto: W. Krause-Arndt


Lothar-Günther Buchheim in der „Grünen Galerie“ zwischen Puppen des Bauchredners Josef Muskat.
Foto: Buchheim Stiftung


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