Der Monolith - Max Beckmann in der Sammlung Buchheim

Sonderführung am Sonntag, 8. Juli 2012, 14.30 Uhr

Mit Dr. Angelika Grepmair-Müller

Pressemeldung, 04.07.2012 - Eine Seite zurück


Lothar Günter Buchheim zitiert in seiner Schrift über Max Beckmann Perry Rathbone aus dessen Grabrede für Max Beckmann 1950, er habe „die elementaren Eigenschaften eines Felsblocks gehabt: Härte, Dauerhaftigkeit, Widerstandskraft, Integrität.“ So drückt sich beider Männer Bewunderung für diesen großen einzelgängerischen, grüblerischen peintre philosophe aus, der nichts weniger unternahm, als Existenz schlechthin zu hinterfragen und zu durchdringen. Von 10 Gemälden in der Sammlung Buchheim stammen vier Landschaften ungewöhnlicherweise aus der frühesten Zeit, ab 1905 – dem Jahr, von dem an er sein Bilderverzeichnis führte. Ein ambitionierter weiblicher Akt von 1908 ist in Zusammenhang komplexer Vorbereitungen für „Auferstehung“ zu sehen. Zwei Stillleben (1935 und 1946) lassen besonders die magische Spannung der Dinge im Raum erleben, prachtvoll und rätselhaft in ihren Beziehungen. Den zweiten Schwerpunkt der Gemäldesammlung bilden eben jene Spätwerke schon zu Ende des Amsterdamer Exils, zwei Frauenbildnisse und „Reiter am Strand“, Höhepunkte an Schönheit und Ausdruckskraft seiner reflektiven Weltsicht. Aus der umfangreichen Sammlung graphischer Blätter werden Selbstbildnisse Beckmanns, ein zentrales Thema seines Schaffens, hinzugezogen

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museums
Museumsleitung


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