Ostasiatisches Maskentreiben in der Sammlung Buchheim

Vortrag & Kinder-Schminkprogramm am 10. Februar 2013

Vortrag mit Lichtbildern und filmischen Beispielen von Dr. Irene Wegner
am Sonntag, den 10. Februar 2013 um 14.30 Uhr.

Parallel dazu bieten wir ein Kinder-Schminkprogramm (mit asiatischen Tiermotiven etc.) an.

Dazu bitten wir um Anmeldung (info@buchheimmusuem.de oder 08158 99700), da wir die Gruppengröße auf die Teinahme von 15 Kindern beschränken möchten.

Die Teilnahme ist jeweils kostenlos, bzw. im Eintrittspreis enthalten.

Pressemeldung, 22.01.2013 - Eine Seite zurück


Am 10. Februar beginnt in den meisten Ländern Ostasiens ein neues Jahr, diesmal das der klugen, intuitiven und schöpferischen Wasserschlange. Der Kalenderwechsel war hier seit dem Altertum stets Anlass für Maskenrituale, um schlechte Einflüsse zu vertreiben. In China verwendete man dabei häufig archaisch wirkende Holzmasken zu eindringlichen Trommel- und Gongklängen. Auch die koreanischen Maskentänze standen stets in enger Beziehung zu Geisterbeschwörungen. In Japan wurden hieraus ehrwürdige und erhabene Hoftänze in prächtigen Brokatgewändern.

Ganz anders entwickelten sich die Masken auf den Theaterbühnen. Das japanische Noh Theater mit seinen eleganten und berühmten Holzmasken war anfangs nur für den hohen Adel bestimmt und entsprechend auch sprachlich den einfacheren Leuten nicht zugänglich. Als sich dann aber das volkstümliche und sehr lebendige Kabuki-Theater entwickelte, fand sich ein breites Publikum, das seine Schauspieler glühend verehrte. Die teilweise farbigen Schminkmasken suggerieren Stärke und Energie. Auch auf den Holzschnitten Ukiyo-e wurden sie häufig wiedergegeben. Auf diese Weise gelangten diese exotischen Gesichtsbemalungen und –bedeckungen auch nach Europa und wurden besonders von den Künstlern des Expressionismus begeistert aufgenommen als Anregungen für ihre Bilder und Plastiken.


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Utagawa Kunisada (1786 -1865),  Der Schauspieler Ichikawa Danjuro VIII in der Rolle des Kagekiyo im Stück Kagekiyo-Ja, 1852
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