Jahresprogramm 2014

Ausstellungen und neuer Museumsflyer

Pressemeldung, 06.03.2014

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5. April bis 22. Juni 2014
HANS SCHMITT
1912-1996

Leidensdruck brachte den in armen und bildungsfernen Verhältnissen aufgewachsenen Hans Schmitt zur Kunst. Mit großem Schaffensdrang brachte der einarmige Autodidakt ein enormes malerisches und skulpturales Werk hervor. Mit seinen aus Holzresten, Matratzenfedern, Wurzelbürsten und anderen Abfällen geschaffenen Skulpturen erlangte er internationale Berühmtheit. Sein Werk wird der naiven Kunst, Art brut oder Outsider Art zugerechnet. Die umfassende Retrospektive macht jedoch deutlich, dass Schmitt mit seinen meisterhaften Kompositionen sehr eigenständig die Strömungen der Moderne reflektierte. Seine Tiere, Menschen und guten Geister zielen mitten in das Herz des Betrachters. Sie bringen in all ihrer Skurrilität würdevoll zum Ausdruck, was der Künstler zeitlebens suchte: die Liebe.


6. Juli bis 2. November 2014
GROSZ. KRIEG GROTESK
Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit

Zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs widmet das Buchheim Museum seine Sommerausstellung 2014 dem gesellschaftskritischen Maler und Zeichner George Grosz. Politisiert durch das unermessliche Trauma dieser »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts«, entwickelte sich Grosz mit seinem »messerscharfen Strich« zum satirischen Beobachter, Kommentator und Kritiker der Weimarer Republik. Kein anderer Künstler hat so drastisch und breitenwirksam die Verfasstheit einer durch Krieg und seine Folgen aus den Fugen geratenen Gesellschaft ins Bild gesetzt. Durch seine stilisierten Menschentypen und in hohen Auflagen gedruckten Blätter und Mappenwerke avancierte er zum umstrittensten und bekanntesten deutschen Künstler der 1920er Jahre. Kriegsgewinnler als Haie mit Stiernacken sowie Rekruten als Skelette gehören ebenso zu seinen Motiven wie Gauner, Huren, Hauptmänner, Spießer, Priester und Kriegsversehrte. Grosz' Bilderzählungen sind gnadenlos entlarvend. Schillernde Schönheit verleiht der Künstler seiner »knalligen Welt« durch dramatische Farbgebung und knappe Linearität. Werke von Otto Dix, Max Beckmann und anderen ergänzen die Schau der Kriegsgroteske ebenso wie Film-, Foto- und Tondokumente. Die mehr als 100 Werke umfassende Ausstellung wird zusammengestellt von der international renommierten Gastkuratorin Annette Vogel. Diese erste Museumspräsentation von Grosz' Werken in Bayern seit 1986 setzt sich aus Leihgaben von der Sabarsky Collection New York, von Museen und Privatsammlungen sowie aus Beständen des Buchheim Museums zusammen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


22. November 2014 bis 29. Februar 2015
EUWARD
Europäischer Kunstpreis

Der Euward wurde im Jahr 2000 durch die Augustinum Stiftung in München initiiert, um zeitgenössischen Künstlern mit geistiger Behinderung ein professionelles Forum zu bieten. Als Kunstpreis mit internationalem Anspruch hat er das Ziel, die Werke dieser Künstler in ihren ästhetischen Qualitäten zu würdigen und ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Euward ist die einzige Institution in Europa, die international und kontinuierlich die so genannte Outsider Art fördert. Seit 2000 wurde er fünf Mal vergeben. Ort der Preisverleihung und der begleitenden Ausstellung war bislang das Haus der Kunst in München. Nun soll der Euward erstmals im Buchheim Museum der Phantasie stattfinden.


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