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Bibliothek

Die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts waren Buchheims Passion. Große Bildbände und Kataloge zu den Künstlervereinigungen Brücke und Blauer Reiter, zu Malern wie beispielsweise Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Max Beckmann, Pablo Picasso, Marc Chagall, Georges Braque oder Joan Miró spiegeln seine Begeisterung für die Kunst dieser Epoche. In der Buchheim'schen Bibliothek findet sich jedoch ebenso Literatur zu alter Kunst und den antiken Kulturen, zu Outsider-Art und weiteren Themen seiner Sammelleidenschaft – Volkskunst, außereuropäische Kunst, Kunstgewerbe und Alltagskultur.

Seit seiner Kindheit und Jugend besuchte Buchheim begeistert den Zirkus und Jahrmärkte. So wundert es nicht, dass er auch hierzu Literatur erworben hat. Diethild Buchheim trug Kinderbücher aus aller Welt zusammen. Illustrierte Bücher für Groß und Klein und Humoristisches bildete einen Publikationsschwerpunkt des Verlages und ist ebenfalls in allen Varianten in der Bibliothek zu finden.

Werkausgaben der vorletzten Jahrhundertwende von Goethe, Schiller, Ibsen oder Jean Paul, antiquarisch wertvolle Exemplare von Don Quijote oder Gullivers Reisen und viele weitere ledergebundene Bände mit Goldschnitt offenbaren, dass Bücher nicht nur Wissensspeicher, Anreger und Freudenbringer, sondern explizit eines der Sammelgebiete des Ehepaars waren.

Dies trifft auch auf Zeitschriften zu. Hier gibt es komplette Jahrgänge von »Jugend« und »Simplicissimus«, von »Kunst und Künstler«, »Querschnitt« oder »Deutsche Kunst und Dekoration« aber auch von Familien- und Frauenzeitschriften wie der »Gartenlaube« oder »Dies Blatt gehört der Hausfrau«. Französische und italienische Kunstzeitschriften der 1950er- bis 1970er-Jahre und traditionsreiche DDR-Illustrierte wie »Das Magazin« und der »Eulenspiegel« hatten Buchheims neben vielen weiteren Periodika über Jahre abonniert.

Mehr als 400 laufende Meter Bücher und Zeitschriften waren im Feldafinger Wohnhaus in selbst gezimmerten, vom Boden bis zur Decke reichenden Regalen in nahezu jedem Raum und in den Fluren aufgestellt. Sie werden nun nach und nach als Museumsbibliothek nach Bernried überführt. Über Jahrzehnte hatten sie im Wohnhaus offen und dicht gedrängt gestanden, so dass sie zunächst gereinigt werden mussten. Dies konnte mit finanzieller Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern fachgerecht vom Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bis Ende 2016 durchgeführt werden. Nun werden die Bände über die nächsten Jahre sortiert aufgestellt und bibliothekarisch erfasst. Als Präsenzbibliothek stehen sie dann interessierten Besuchern und Forschern zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

Rajka Knipper
E-Mail: rajka.knipper@buchheimmuseum.de

 


Bibliothek im Wohnhaus in Feldafing
© Winfried Englisch


Bibliothek im Buchheim Museum der Phantasie
© Julia Rejmer


»Jugend«, Titelblätter aus dem Jahrgang 1906
© Julia Rejmer

JAWLENSKY: KOPF IN BLAU: Neu im Buchheim Museum ab 16. Juli 2017