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Erich Heckel

Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell

Heckel war das aktivste der Brücke-Mitglieder und der erste in diesem Künstlerkreis, der Litho-Handabzüge machte, die neben Holzschnitten in seinem Werk eine bedeutende Rolle spielen. Er hatte eine hohe, idealistische, fast schwärmerische Vorstellung von der künstlerischen Gemeinschaft. Als die Brücke schließlich in Berlin zerbrach, war er es, den das Scheitern der Künstlergemeinschaft am stärksten bewegte. Im Grunde steht Heckel die meiste Zeit zwischen zwei Tendenzen: Er ist gleichzeitig ein Künstler, dem es um formale, konstruktive, abgesicherte Lösungen geht, und einer, „dem sein Menschentum in entscheidender Weise zum Quell “. So wirken seine Bilder zugleich durch das Streben nach formal bildnerischer Aussage, wie durch eine stark strömende Lyrik und durch Reichtum an klanghafter Sinnlichkeit. Etwa seit dem Jahre 1910 verbinden sich in Heckels Kunst so widerstreitende Elemente wie das holzschnitthaft Eckige, Barbareske und Aggressive und das lyrisch Getragene, Ruhige und Gefühlsbetonte zu dem ihm eigenen Ausdruck. Nach der Übersiedlung in die Hauptstadt kam in Heckels Bilder - wohl auch als Reflex des Großstadtlebens - etwas Nervöses. Aber gerade aus der Mischung von grüblerischer Versonnenheit, gespannter Nervosität und Empfänglichkeit für seltsame Seinszustände erwächst ihre eigenartige Spannkraft.

L.-G. Buchheim, 1956

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM!: Die Sammlung »Die Maler der Brücke« kommt ins Buchheim Museum