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Ernst Ludwig Kirchner

Aschaffenburg 1880 - 1938 Davos

Kirchner ist die strahlkräftigste künstlerische Potenz der Gruppe. Er wird bald zur zentralen Figur. Wie die Weggefährten (außer Pechstein) ist er Autodidakt und hat sich seine Ausdrucksmittel selbst erobert auf einem mühevollen Weg, dessen Verlauf in deutlich unterscheidbare Entwicklungsphasen geteilt ist. Kirchner hat sich nicht mit Variationen eines bestimmten Formenkanons begnügt, sondern hat bis zu seinem Freitod immer wieder neue Aufbrüche gewagt, um zu neuen Lösungen zu kommen. Zweifelsohne war Kirchner der Begabteste und Ehrgeizigste der Gemeinschaft. Er brauchte kein Schema, er konnte sich auf das immer reiche Strömen seiner Intuition verlassen. So hat das Werk Kirchners statt der gern und zu Unrecht geforderten Geschlossenheit eine großartige Vielfalt. Er bezeugte in allen Techniken eine verblüffende Wandlungsfähigkeit. Einer genauen Klassifizierung entzieht er sich durch sein unablässiges Suchen nach neuem, formalen Ausdruck, darin Picasso gleichend, dessen System der gleichzeitigen Darstellung verschiedener Ansichten des gleichen Objekts er in seiner letzten Schaffensperiode sich anzueignen suchte.

L.-G. Buchheim, 1956

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM!: Die Sammlung »Die Maler der Brücke« von Hermann Gerlinger kommt ins Buchheim Museum