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Emil Nolde (Emil Hansen)

Nolde / Nordschleswig 1867 - 1956 Seebüll

Von 1905 bis 1907 lebte Nolde in Dresden. Hier lernte er die Maler der Brücke kennen. Kirchner schrieb über ihn: „Seine phantastische Eigenart gab der Brücke eine neue Note, er bereicherte unsere Ausstellungen durch die interessante Technik seiner Radierungen und lernte die unseres Holzschnittes kennen.“ Er trat aber erst im Jahr 1906 der Brücke bei. Nolde hatte damals in der Dresdener Galerie Arnold ausgestellt und war von der Gruppe zum Beitritt aufgefordert worden. Im Jahre 1907 nahm Nolde an der Ausstellung der um Amiet, Pechstein, Gallén-Kallela erweiterten Gruppe im Kunstsalon Richter teil. Er gehörte der Brücke nur kurze Zeit an. Sein grüblerisches, in sich gekehrtes Wesen, eine gewisse Menschenscheu machten ihn für das Gemeinschaftsleben in einer Gruppe ungeeignet... Dennoch ist durch die Berührung mit den Malern der Brücke, so kurz sie auch gewesen ist, Noldes eigentümlicher Stil entstanden, für den die ungebrochen starke, nun flächenhaft gebrauchte Farbe, das vehemente, unreflektierte Gestalten typisch sind. Wie die der anderen Brücke-Maler beruht auch die Bedeutung seiner Malerei vor allem auf dem Ausdruck eines elementaren Naturgefühls.

L.-G. Buchheim, 1956

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM!: Die Sammlung »Die Maler der Brücke« von Hermann Gerlinger kommt ins Buchheim Museum