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Max Pechstein

Zwickau (Sachsen) 1881 - 1955 Berlin

Obwohl Pechstein erst 1906 zur Gemeinschaft stieß, kam er doch als erster zum Erfolg, ja er wurde sogar lange Zeit in der Öffentlichkeit als der alleinige Repräsentant des deutschen Expressionismus anerkannt. Diese Beurteilung entsprach nicht seinem künstlerischen Rang, sie entstand vielmehr dadurch, dass Pechsteins Auslegungen der gemeinschaftlichen Bestrebungen gemeinverständlich und eingängig waren, dass er das Problematische, den geistigen Gehalt, das schwer Verständliche der neuen Richtung einfach ausklammerte und nur seine Vitalität und seine solide handwerkliche Grundlage ins Feld führte. Mit aufgekrempelten Ärmeln produzierte er einen farbenprächtigen, dekorativen und unproblematischen Naturburschenexpressionismus. Mit Geschicklichkeit und einer wirklichen Malfaust wusste er den Mangel an geistiger Kraft und seelischem Einsatz zu überspielen. Seine gut eingeübte Hand erlaubte es ihm, sich in der neuen Malweise ganz auszuleben und sich bravourös hervorzutun. Mit scharf kontrastierenden Farben in flächiger Anordnung gab er den Eindruck von Vitalität. Seine Farben sind Bekundungen einer ursprünglichen Sinnesfreude. Sie geben den Bildern revolutionäres Pathos. Zugleich bewahren diese aber auch Spuren eines noch an die Tradition gebundenen idealistischen Formalismus, der ihrer Wirkung auf das Publikum zugute kommt.

L.-G. Buchheim, 1956

100.000 Besucher in 2017 im Buchheim Museum: Museumsdirektor Daniel J. Schreiber händigt den Ehrengästen eine Jahreskarte aus