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Bücher aus Malerhand

tz PLUS vom 25.03.2010

Pressespiegel

Schuld ist eigentlich Ambroise Vollard. Der französische Galerist pflegte nicht nur beste Kontakte zur Künstlerszene, er besaß auch eine Vorliebe für Literatur. Kein Wunder, dass er beide Interessen eines Tages verknüpfte.

Um 1900 entwickelte Vollard verlegerischen Ehrgeiz und bat Künstler wie Pablo Picasso und Henri Matisse, für ihn literarische texte zu illustrieren. Das besondere daran: Die Maler durften mitbestimmen, welches Papier, welche Schrift, welcher Einband verwendet wurde. In der Wahl ihrer Motive durften sie frei walten und nach Herzenslust imaginieren. Das sogenannte Malerbuch war geboren.

Das Buchheim Museum (Am Hirschgarten1, Bernried) widmet diesem Phänomen nun eine Sonderausstellung. Zu sehen sind Bibel-Illustrationen von Marc Chagall, die Vollard einst anregt. Daneben zeigt die schau Radierungen Picassos zu Sonetten des spanischen Barockdichters Góngora y Argote. Großes Augenmerk fällt zudem auf die deutschen Expressionisten, Dadaisten und Vertreter der Neuen Sachlichkeit.

Auch sie haben Gedichte aber auch eigene Texte mit Bildern bestückt oder wie George Grosz (siehe Bild) dicke Bände herausgegeben, die das politische Treiben der 20er-Jahre, das Elend der Armen und die Gefahr des Faschismus in satirischen Bildern anprangern.

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