HOLMEAD: KRUDE KÖPFE

Ausstellung vom 16. Juli bis 3. Oktober 2017

Pressemeldung, 10.07.2017


Holmead, Drei Mädchen, 1971, Öl auf Leinwand und Sperrholz, Sammlung Joseph Hierling, © Nachlass Holmead, Frankfurt am Main

Holmead, geboren 1889 als Clifford Holmead Phillips in Shippensburg, Pennsylvania, gestorben 1975 in Brüssel, lebte als Wanderer zwischen den Welten. Als Autodidakt entwickelte er sich zugleich zum Kritiker und zum Protagonisten der Moderne in Europa und Amerika. Motive seiner anfangs noch impressionistisch, später expressionistisch geprägten Malerei sind Porträts, Landschaften, Stadtansichten und literarische Themen. Holmeads Spätwerk, um das es im Buchheim Museum in der Hauptsache geht, gleicht einem kunsthistorischen Paukenschlag. Nach einer fast 60 Jahre langen künstlerischen Entwicklung, die zwei Weltkriege und einen Schlaganfall überdauerte, entwickelte er die neue Malweise des »Shorthand Painting«. Mit einigen Spachtelhieben brachte der greise Maler in wenigen Minuten seine Bilder zielsicher auf den Malgrund. Bei seinen grandiosen Porträts gehen abstrakter und figurativer Expressionismus eine einzigartige Synthese ein. Mit Ausstellungen in der Kunsthalle Schweinfurt und dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal wurde Holmead in jüngster Zeit euphorisch neu entdeckt. Die Ausstellung wurde aus Leihgaben von Privatsammlern und Museen zusammengestellt. Das Buchheim Museum konnte zwischenzeitlich die Zustiftung eines großen Konvoluts von Holmead-Werken erwirken, die im kommenden Jahr in einer eigenen Ausstellung zu sehen sein werden.


HOLMEAD, Mädchen mit blondem Haar, 1970, Sammlung Joseph Hierling © Sammlung Nachlass Holmead, Tutzing

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