Buchheim Museum erhält mehr als 150 Werke von Carl Rabus
Das Buchheim Museum erhält die mehr als 150 Werke umfassende Sammlung von Roland Krüppel zu Carl Rabus (1898–1983). 88 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Druckstöcke und Druckplatten sowie Archivmaterialien und Publikationen wurden bereits an das Museum übergeben. Weitere Werke, die derzeit noch im Haus von Roland Krüppel und seiner Frau hängen, werden später als Vermächtnis an das Buchheim Museum gelangen. Für Ausstellungen stehen die Arbeiten bereits heute uneingeschränkt zur Verfügung. Mit der Schenkung gewinnt das Museum einen bedeutenden und über nahezu alle Schaffensperioden reichenden Bestand des lange unterschätzten Künstlers.
Roland Krüppel beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit Carl Rabus. Ausgangspunkt war ein Koffer mit Zeichnungen, den ein Freund auf dem Sperrmüll entdeckt hatte. Krüppel gelang es, den zunächst unbekannten Künstler zu identifizieren und Kontakt zu dessen Witwe Erna Rabus in Murnau aufzunehmen. Aus der Begegnung entwickelte sich eine enge Freundschaft und Krüppels noch immer währende Auseinandersetzung mit dem Werk des Künstlers. Er recherchierte zu dessen Biografie, veröffentlichte Beiträge und Bücher, initiierte Ausstellungen und vermittelte Werke an Museen und private Sammlungen. Bereits 2004 hatte Erna Rabus dem Buchheim Museum 51 Zeichnungen geschenkt, die Carl Rabus 1940 während seiner Internierung im südfranzösischen Lager Saint-Cyprien geschaffen hatte. 2018 unterstützte Krüppel die Ausstellung CARL RABUS – PASSION mit Leihgaben aus seiner Sammlung und schenkte dem Museum anschließend die seltene Linolschnittmappe »Passion«.
Die neue Schenkung ermöglicht dem Buchheim Museum nun einen umfassenden Blick auf das vielfältige Œuvre von Carl Rabus. Gemeinsam mit den Zeichnungen aus der Schenkung von Erna Rabus, Gemälden aus der Sammlung Joseph Hierling und einem Holzschnitt-Selbstporträt aus der Sammlung Buchheim entsteht ein repräsentativer Bestand, der insbesondere Rabus’ Arbeiten auf Papier und seine unterschiedlichen künstlerischen Entwicklungsphasen dokumentiert. Ein Aquarell aus der neuen Schenkung ist bereits in die Ausstellung AUFRUHR DER FARBEN. KARL SCHMIDT-ROTTLUFF UND DAS ERBE DER »BRÜCKE« integriert und wird ab 6. Oktober wieder auf der großen Galerie des Buchheim Museums zu sehen sein. Die Schenkung sichert damit einen wichtigen Teil des Werks von Carl Rabus dauerhaft für die Öffentlichkeit und für die zukünftige wissenschaftliche und museale Auseinandersetzung.
2026 im Museum
25 JAHRE BUCHHEIM MUSEUM DER PHANTASIE
Rückschau und Ausblick zum Jubiläum
23.05. – 11.10.2026
AUFRUHR DER FARBEN
Karl-Schmidt-Rottluff und das Erbe der »Brücke«
23.05. – 15.11.2026
ES HAT SICH SELBST AUS MIR GEMALT
Joachim Ringelnatz als Maler
25.07. – 04.10.2026
SAMMLUNG BUCHHEIM. DIE »BRÜCKE«-KÜNSTLER UND DER AUFBRUCH DES EXPRESSIONISMUS
Ab 04.12.2026
SAMMLUNG HIERLING. EXPRESSIVER REALISMUS
Ab 04.12.2026
KAROLINE WITTMANN. KÜNSTLERIN DER »VERSCHOLLENEN GENERATION«
Ab 04.12.2026
JANA MERTENS. SKULPTUREN
Ab 04.12.2026
HAUS BUCHHEIM. ÜBERTRAGUNGEN
Rekonstruktion der Villa Buchheims in Feldafing
Afrika & Ozeanien
Präsentation von Objekten der Sammlung Buchheim im Turmsaal
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Carl Rabus, Abstrakte Komposition, 1960er-Jahre, Öl auf Leinwand, Buchheim Museum, Bernried / Schenkung aus der Sammlung Roland Krüppel
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Roland Krüppel in seinem Haus vor einem Aquarell von Carl Rabus, 2026,
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Carl Rabus, An der Isar, München, 1920er-Jahre, Aquarell auf Papier, Buchheim Museum, Bernried / Schenkung aus der Sammlung Roland Krüppel, © Maurice Adler
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Carl Rabus, Seebrücke in Ostende, Ende der 1930er-Jahre, Holzschnitte auf Papier, Buchheim Museum, Bernried / Schenkung aus der Sammlung Roland Krüppel, © Maurice Adler

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