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Lothar-Günther Buchheim. Der Maler.

Ab 15. August in der Villa Maffei in Feldafing

Die Ausstellung ist letztmalig am Samstag, dem 8. November und am Sonntag, dem 9. November 2003 von 14-18 Uhr geöffnet (Mo-Fr geschlossen).

Letzte Führung durch die Ausstellung:
Sonntag, 9. November 2003, um 14.15 Uhr
Ausstellungsort: Villa Maffei, Sitz der Buchheim Stiftung,
Seestraße 4, 82340 Feldafing

Pressemeldung, 18.08.2003

Nach Ausstellungen in London, Birmingham, Brighton, Duisburg, Weimar, München und anderen Städten im In- und Ausland zeigt Lothar-Günther Buchheim seine Arbeiten nun erstmals in Feldafing, wo er seit 1940 lebt und arbeitet. Ausgewählt wurden an die 120 Landschaftsbilder aus dem Zeitraum von 1951 bis 1996, die Buchheim auf Elba und Zypern, in der Bretagne, in Spanien, auf seiner vierteljährigen Malreise durch die Südsee und Ostasien, vor allem aber am Starnberger See, in Feldafing und seiner Umgebung gemalt hat:

Kurz nach dem Krieg 1946/47 - Buchheim wohnte damals am Rande des Traubinger Moors - zeichnete er auf "großformatige Pappen die Voralpenlandschaft ums Haus, die Torfstiche und Moorwiesen mit trockenen Pastellstiften, wohl aus Widerwillen gegen die fettige Ölmalerei der Akademiejahre"(Buchheim). Die hügelige Moränenlandschaft zwischen Feldafing und Andechs mit Teichen, Tümpeln und alten Baumgruppen, ihr verändertes Bild im Wechsel der Jahres- und Tageszeiten, ist zentrales Motiv über Jahrzehnte ebenso wie der neorenaissancistische, rote Backsteinbau des Feldafinger Bahnhofs, der Lenné'sche Park oder der eigenhändig angelegte Garten. 1968, im Herbst, wenn das Blattwerk von Bäumen und Büschen heftig farbig erglüht, malt Buchheim transluzide Föhnstimmungen am See. Die unruhig flackernde Vegetation im Vordergrund lässt die explosive Farbentfaltung in den "Tropen von Feldafing" erahnen: Im Herbst 1972 - nach seiner Rückkehr von seiner Südseereise - nimmt Buchheim den farbstrotzenden Herbst im bayerischen Voralpenland mit neuen Augen wahr und entdeckt hier seine Tropen. Er malt keine Visionen oder Erinnerungsbilder, sondern setzt sich - wie gewöhnlich - unmittelbar der Natur aus, malt im Freien, "en plein air", wie dies die Maler der Schule von Barbizon nannten, die noch vor den französischen Impressionisten ihre Staffeleien in der Landschaft aufstellten. Buchheim malt rasch und mit voller Konzentration auf das Wesentliche, will er doch den unwiederbringlichen Moment bannen und eine bestimmte Stimmung festhalten. Manchmal malt auch die Natur mit, wenn Regen aufs Papier fällt oder Windböen ihre Spuren hinterlassen ...

Die zunehmende Loslösung von kleinstrukturierten, festumrissenen Formen hin zu einer freieren, groß ausholenden Bewegung und einer spannungsgeladenen Koexistenz von Farbe und linear-zeichnerischem Gerüst manifestiert sich auch in Buchheims Reisebildern. Die steinig-spröden, trockenen Landschaften auf Elba und Zypern aus den Jahren 1951 und 1952 - in der deutschen Nachkriegsszene dominierte zu diesem Zeitpunkt die gegenstandslose Malerei des Informel - finden eine Fortsetzung in den Bildern, die das karge Landesinnere der Bretagne beschwören. Erst durch die Konfrontation von harten Gesteinsformationen mit den tosenden Wassermassen des Meeres, die wuchtig auf die Küstenfelsen der Côte Sauvage prallen, entwickeln Buchheims Bilder Dynamik, die sich in den Meereslandschaften zu freier Gestik steigert. Die entspannt hingeworfenen Eindrücke der Spanienreise 1969 markieren einen Höhepunkt in Buchheims Schaffen.

Wie sehr Buchheim in allem das Lebendige und in stetem Wandel Begriffene, aber auch das Fragile wahrnimmt, wird besonders in seinen Stillebenbildern evident. Ob Muschel oder Wurzelstrunk, ob herbstlicher Blumenstrauß, "absichtsvoll verdrallte Bananenschalen" oder monumentaler Kohlkopf: Die schier nimmer endende Fülle an Formen und Farben wahrnehmen, heißt auch, um deren Vergänglichkeit wissen, gegen diese anmalen.

Die Ausstellung "Lothar-Günther Buchheim. Der Maler" in der Villa Maffei in Feldafing (Seestraße 4), ist nur mehr an den Wochenenden geöffnet: Samstag und Sonntag, 14-18 Uhr. Führungen finden sonntags um 14.15 Uhr statt und können für Gruppen auch vereinbart werden: Tel. 08158-997050).

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museum


Eintrittspreise
Erwachsene EUR 4,-
Jugendliche 6-17 Jahre EUR 2,-
Gruppen ab 15 Pers. pro Pers. EUR 3,-
Schulklassen pro Pers. EUR 1,-
Ermäßigung: mit Eintrittskarte Buchheim Museum vom selben Tag oder MVV-BuchheimMuseum-Ticket: EUR 3,-
Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt

Führungen
So 14.15 Uhr (pro Pers. EUR 1,- zzgl. Eintrittspreis); Gruppen auch nach Vereinbarung (Gruppe EUR 65,- zzgl. Eintrittspreis).

Rahmenprogramm
Am Sonntag, dem 24. August 2003, startet um 15 Uhr vor der Villa Maffei der zweistündige Spaziergang "Auf den Spuren des Malers Lothar-Günther Buchheim", der zu Buchheims Malplätzen im Lenné'schen Park über dem See, im Moor, am Feldafinger Bahnhof und in Feldafing führt. Teilnahmegebühr: EUR 10,- pro Person (ohne Eintritt); Information und Anmeldung unter Tel. 08158-997050.

Anfahrt ohne Auto
S 6 bis Feldafing (auch mit MVV-BuchheimMuseum-Ticket), dann ca. 10 Min. zu Fuß zur Villa Maffei (gegenüber Rathaus Feldafing).

Villa Maffei
Sitz der Buchheim Stiftung
Seestraße 4
D-82340 Feldafing
Seit 5. Oktober nur mehr an den Wochenenden geöffnet: Samstag und Sonntag, 14 ? 18 Uhr.
(für Gruppen auch nach Vereinbarung)
Tel. 0 81 58 - 99 70 50
Fax: 0 81 58 - 99 70 61
www.buchheimmuseum.de



A 3 - Plakat zur Ausstellung
"Lothar-Günther Buchheim. Der Maler"

Preis: EUR 5,00 (zzgl. EUR 5,00 Versandkosten)

Kontakt
Elfriede Haimerl
E-Mail: elfriede.haimerl@buchheimmuseum.de


Abbildung: Lothar-Günther Buchheim, Herbstlandschaft am See, 1974, Download: PDF-Flyer zur Ausstellung

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