Lothar-Günther Buchheim

Eines Lebens Lauf


Lothar-Günther Buchheim (geb. 6. Februar 1918 in Weimar, gest. 22. Februar 2007 in Starnberg) war Maler, Fotograf, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor, Filmemacher, Sammler und Gründer des „Buchheim Museums der Phantasie" in Bernried am Starnberger See.

Der Sohn der Malerin Charlotte Buchheim (1891-1964) und Bruder des zwei Jahre jüngeren Klaus Buchheim verbrachte Kindheit und Jugend in Chemnitz, unterbrochen durch längere Aufenthalte in Rochlitz und Schneeberg (Internatsschüler).

Zwischen 1930 und 1933 fertigte Buchheim vorwiegend Linolschnitte mit sozialen Themen, zeichnete aber auch in der Eisenerzgießerei des Stiefvaters und unternahm mit der Mutter Malausflüge in die Chemnitzer Umgebung. 1933 erschienen erste Veröffentlichungen über Buchheim in Zeitschriften, zum Beispiel in der „Leipziger Illustrierten" (April 1933): „Kunst eines 14jährigen. Linolschnitte von L. Günther Buchheim." Neben dem Schulbesuch arbeitete Buchheim als Illustrator und Autor an verschiedenen Chemnitzer Zeitungen mit. 1935 erschien das erste Buch über ihn: „Lothar-Günther Buchheim. Ein ganz junger Künstler". Der 17jährige bekam seinen ersten öffentlichen Auftrag von der Stadt Chemnitz.

Nach dem Abitur (1937) reiste Buchheim nach Italien. Berichte mit Fotos und Zeichnungen dieser Reise erschienen in mehreren Zeitungen. 1938 fuhr er allein mit dem Paddelboot die Donau hinunter bis ins Schwarze Meer. Seine Reiseskizzen und Notizen bildeten die Grundlage für sein erstes Buch „Tage und Nächte steigen aus dem Strom", das 1941 im S. Fischer Verlag erschien.

1939 begann Buchheim sein Studium an der Dresdener Kunstakademie mit Hilfe eines Staatsstipendiums. Sein inoffizieller Lehrer, Wilhelm Rudolph, wurde bald darauf aus der Akademie „entfernt". 1940 setzte Buchheim sein Studium bei Hermann Kaspar an der Kunstakademie in München fort. Im Herbst desselben Jahres wurde er zur Kriegsmarine eingezogen und Marinekriegsberichter. Als solcher war Buchheim von Stützpunkten in der Bretagne auf Zerstörern, Vorpostenbooten und anderen Schiffen der Kriegsmarine eingesetzt und schließlich einer Unterseeboots-Flottille zugeteilt. In den Kriegsjahren entstanden Hunderte von Zeichnungen, Aquarellen und Fotografien, außerdem Buchmanuskripte. 1943 erschien im Suhrkamp-Verlag „Jäger im Weltmeer", der Bericht einer U-Bootsunternehmung mit Buchheims Fotografien. Nach der Landung der Alliierten wurde Buchheim an die Normandiefront kommandiert. Kurz vor dem Durchbruch der Alliierten bei Avranches gelangte er wieder zur 6. U-Flottille in Brest und erlebte hier die Einzingelung und Belagerung. Mit dem vorletzten U-Boot entkam Buchheim aus dem belagerten Brest. Letzter Kriegseinsatz in Norwegen.

Seit 1940 unterhielt Buchheim ein Domizil in Feldafing am Starnberger See, wo er 1945 die „Kunsthandwerklichen Werkstätten" gründete. 1946 zeigte er seinen „Zirkus Buffi?"und Hinterglasbilder in einer Ausstellung in München. Nach 1945 malte Buchheim vorwiegend Aquarelle und Pastelle mit Feldafinger Landschaftsmotiven. Sie blieben für Jahre sein eigentliches Thema, bis figürliche Pastelle mit Gwen Militon, seiner bretonischen Frau, als Modell dazukamen. 1948 wurde Tochter Nina, 1949 Sohn Yves geboren.

Zwischen 1949 und 1951 unterhielt Buchheim eine Kunstgalerie in Frankfurt am Main und zeigte erste Ausstellungen von Klee, Braque und Picasso im Nachkriegsdeutschland. Zu diesen Ausstellungen erschienen Kataloge, die ersten Publikationen des im Herbst 1951 in Frankfurt gegründeten Kunstbuchverlages. In den Frankfurter Jahren begann Buchheim Werke deutscher Expressionisten zu erwerben, um sich eine „Vorlagensammlung" für die von ihm geplanten Kunstbücher anzulegen.

1951 Rücksiedlung nach Feldafing, das nun Verlagsort wurde, und Trennung von Gwen.

Ab 1952 intensive Arbeit an Publikationen, die im eigenen Verlag erschienen: skurrile Bücher mit alten Anzeigen und Collagen, Kinderbücher mit eigenen Texten - aber auch große Kunstbücher wie „Die Künstlergemeinschaft 'Brücke' ", „ 'Der Blaue Reiter' und die 'Neue Künstlervereinigung München' ", „Graphik des Deutschen Expressionismus", „Max Beckmann"...

Buchheim kam in diesen Jahren kaum zum Malen: Er lebte den Verlegerberuf. 1952 Reise mit dem Stückgutfrachter „Archsum" nach Algier, Port Said, Beirut und Zypern. Auf Elba malte Buchheim Serien von Gouachen. 1955 heiratete er Diethild Wickboldt.

Zwischen 1968 und 1970 erneute Malreisen nach Frankreich, Italien und Spanien. 1968 entstanden weit über hundert, die Pop Art persiflierende Handlithographien. Weitgreifende Ausstellungstätigkeit mit eigenen Werken in Deutschland, Österreich, der damaligen Tschechoslowakei und in England. 1970 Reise mit dem Nuklearschiff „Otto Hahn".

Ab 1968 nahm Buchheim die Arbeit an dem Manuskript einer U-Bootunternehmung wieder auf, die ihn seit Kriegsende beschäftigte. 1971 begann er mit der Endfassung des Romans „Das Boot".

1972 Aufbruch zu einer vierteljährlichen Malreise, die ihn über New York und San Francisco in die Südsee führte. Zurück in Feldafing, malte er am Starnberger See, im eigenen Garten und im Feldafinger Park, Gouachen und Aquarelle: „Die Tropen von Feldafing".

1973 erschien Buchheims Roman „Das Boot" und wird mit mehreren Millionen Auflage und in 30 Sprachen übersetzt, zum Welterfolg. 1981 erfolgte die Verfilmung durch Wolfgang Petersen („Goldene Kamera" 2007). Buchheim kommentierte Petersens Verfilmung 1981 („Der Film 'Das Boot' "). Weitere Bücher Buchheims, die den Seekrieg thematisieren: „U-Boot-Krieg" (1976), „U 96. Szenen aus dem Seekrieg" (1981) , „Die U-Boot-Fahrer" (1985), „Zu Tode gesiegt" (1988).

In den Jahren 1973 und 1974 zeigte Buchheim zahlreiche Ausstellungen mit eigenen Arbeiten. 1975 Reise nach Mexiko. 1976-1978 erschienen die Fotobücher „Staatsgala" (1977), „Mein Paris" (1977), „Staatszirkus - mit der Queen durch Deutschland" (1978) und das Buch „Die Tropen von Feldafing" (1978). Im Sommer 1978 Reise mit dem Nuklearschiff „Otto Hahn" von Rotterdam nach Durban. Anschließend Alleinreise durch afrikanische Staaten.

Zwischen 1978 und 1985 erschienen weitere Reiseberichte und Fotobücher. Dazu entstand eine Reihe von Filmen: „Selbstbeschreibung" (1978), „Konvoi in Kattegat" (1981), „Gorch Fock" (1982) und „Zu Tode gesiegt - Der Untergang der U-Boote" (1985).

Buchheims Romane „Die Festung" (1995) und „Der Abschied" (2000) ergänzen „Das Boot" zur Trilogie.

Seit den späten 1970er Jahren intensivierte Buchheim seine Standortsuche für sein Museum, in dem seine breit gefächerten Sammlungen mit Meisterwerken deutscher Expressionisten (Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde, Max Pechstein, Otto Dix...) zusammen mit dem vielgestaltigen Kaleidoskop seiner volks- und völkerkundlichen Arbeiten eine Bleibe finden sollte. Duisburg, München, Chemnitz, Weimar und immer wieder Buchheims Wohnort Feldafing wurden für das „Museum der Phantasie" diskutiert.

Nach Ausstellungen der Buchheim'schen Expressionistensammlung 1958 und 1973 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus gingen die Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken von 1981 bis 1985 auf Welttournee. Stationen waren: die Eremitage in Leningrad, das Puschkin-Museum in Moskau, die Nationalbibliothek in Madrid, das Tel Aviv Museum, das Minneapolis Institute of Arts und andere Museen in den USA, in Japan und in Europa.

Im Frühjahr 1996 wurde für den Bau des Buchheim Museums auf dem Gelände der Villa Maffei in Feldafing ein Wettbewerb ausgelobt. Günter Behnisch erhielt den ersten Preis. Die Realisation der Museumspläne für Feldafing scheiterte jedoch an einem Bürgerentscheid. Hunderte von Gemeinden und Städten in Deutschland bewarben sich für das Museum. Die Entscheidung fiel schließlich auf Bernried am Starnberger See.

1998 erfolgte der Spatenstich, 1999 wurde Richtfest gefeiert. Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber eröffnete das Buchheim Museum am 23. Mai 2001, dessen Gebäude überwiegend mit den Mitteln des Freistaates Bayern (Kosten: 37,7 Millionen DM) auf dem Gelände der Klinik Höhenried errichtet wurde. Betreiber des Museums ist die Buchheim Stiftung.

Buchheim erhielt zahlreiche Würdigungen:

1985 Ehrendoktorwürde der Universität Duisburg für seine kunstwissenschaftlichen Arbeiten. Kurz vorher wurde er zum Professor ernannt.

1996 großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland

1998 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst

 

Der Maler und Künstler Lothar-Günther Buchheim

Der wahre Zugang zu den Buchheimschen Sammlungen eröffnet sich über den Maler und Künstler Lothar-Günther Buchheim. Denn Buchheim, als Knabe ein malendes Wunderkind, ist purer Augenmensch. Das, was er sieht und mit dem Auge wahrnimmt, ist Thema seiner Bilder und Fotografien und auch seiner Romane. Sehen ist seine Möglichkeit, die Welt zu erfahren und zu begreifen. Mit jedem neuen und anderen Stück, das in seine Sammlungen wandert, erobert er sich die Welt.

Buchheim sammelt nicht, er findet. Er klammert sich nicht an Ordnungen, Klassifizierungen von wertvoll oder wertlos oder Kategorien von „niederer“ und „hoher“ Kunst. Noch beschränkt und spezialisiert er sich auf einige wenige Gebiete. Buchheim ist offen für die Fülle des Lebens. Und immer bereit, über die Formenvielfalt der Natur und die unendliche Erfindungsgabe des Menschen zu staunen.

Pressespiegel

Versöhnung mit dem Rebell - posthum
merkur-online.de, 25.11.2014

Schlacht ohne Spuren
Tagesspiegel, 20.07.2010

Museum der Fantasie zeigt "Das Boot. Die Fotografien"
Münchner Merkur, 06.07.2010

Hautnahe Seitenblicke
Münchner Merkur, 25.04.2008

Realist und Reisender
Münchner Merkur, 20.04.2007

Jäger und Sammler
FAZ, 24.02.2007

Zorn und Leidenschaft
Die Welt, 24.02.2007

Eines Lebens Lauf
Südwest Presse, 06.02.2006

Bernried: Retrospektive von Buchheims Schaffen
Münchner Merkur, 03.02.2006

Wandlungen eines Multitalents
Starnberger Merkur, 03.02.2006

Der liebende Donnerer
Münchner Merkur, 05.02.2003

Ich sammle Widersacher
tz, 01.02.2003

Würdigung für "Großtat" prangt am Finger
Münchner Merkur, 01.03.2002

Auszug aus der Wunderkammer
Die Zeit, 23.05.2001

Ein bayerisches Wunder
Der Spiegel, 22.05.2001

Pirat Buchheim ist im Hafen angekommen
Die Welt, 22.05.2001

Buchheims Feste fürs Auge
Stern.de, 27.04.2001


Charlotte Buchheim, Sohn Lothar-Günther, 1924, Öl auf Leinwand, © Buchheim Stiftung


Lothar-Günther Buchheim in seinem Einmann-Faltboot, 1938


Lothar-Günther Buchheim als Kriegsberichter, um 1941


Lothar-Günther Buchheim und sein "Zirkus Buffi", Schwabinger Galerie "Die Kleine", 1946


Diethild und Lothar-Günther Buchheim bei der Eröffnung der Ausstellung PI PA POP in der Galerie Thomas, 1968


Lothar-Günther Buchheim in der Duisburger Universität bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde, 1985, links vorne: Prof. Hans Brög


Lothar-Günther Buchheim, Blick aus meinem Garten auf Feldafing, 1996, Tusche und Aquarell


Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Lothar-Günther Buchheim und Diethild Buchheim beim Richtfest des Buchheim Museums am 14.10.1999


Bundespräsident Horst Köhler und Eva Luise Köhler mit Lothar-Günther und Diethild Buchheim am 18. Januar 2006 im Buchheim Museum vor Erich Heckels Bild "Der schlafende Pechstein"


Lothar-Günther Buchheim (1918-2007)
© S. Neubert

Zehn Jahre nach dem Tod von Lothar-Günther Buchheim und drei Jahre nach dem Tod seiner Frau Diethild wurde 2017 das Privatarchiv des Ehepaars sowie das Verlagsarchiv des Buchheim Verlags ins Museum überführt.

Es umfasst geschäftliche und private Korrespondenz, Manuskripte, Typoskripte und Ideensammlungen von Lothar-Günther Buchheim, Unterlagen zur Entstehung des Museums der Phantasie, zu Ausstellungen und Veranstaltungen, Akzidenzdrucke des Verlages, Buch- und Coverentwürfe, Werbe- und Arbeitsmaterialien. Hinzu kommen Audio-, Video- und Filmaufnahmen von und über Lothar-Günther Buchheim, den Verlag, seine Sammlung und das Museum.

Die Teile des Archivs lagerten im Wohnhaus in Feldafing in Ordnern, Umschlägen und offenen Schubern, oftmals auch als Lose-Blatt-Sammlungen in Kartons, eingeschlagen in Packpapier oder unverpackt in Schränken und Schubladen. Die Verlagsunterlagen waren grob chronologisch oder projektbezogen, die privaten Unterlagen eher thematisch zusammengefasst und in den verschiedenen Arbeitszimmern und auf den Dachböden im Feldafinger Haus verteilt. Auch in den Buchregalen fanden sich immer wieder Papiere. Insgesamt handelt es sich um etwa 135 laufende Meter.

Vor der Überführung wurden die Archivalien gereinigt und in alterungsbeständige, geschlossene Archivboxen umgelagert. Dies konnte bis Ende 2016 mit finanzieller Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern fachgerecht durch das Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig durchgeführt werden.

Noch konnte keine systematische Erschließung der Unterlagen begonnen werden, weshalb Archivanfragen im Moment nur eingeschränkt beantwortet und zunächst nur einzelne Unterlagen vorgelegt werden können. Ziel ist es, die Archivalien langfristig der Forschung zugänglich zu machen und sie intensiv für die Ausstellungserarbeitung zu nutzen.

Ansprechpartnerin

Rajka Knipper
E-Mail: rajka.knipper@buchheimmuseum.de

 

Buchheim Verlag Feldafing
Buchheim Verlag Feldafing
© Florian Holzherr

Buchheim Verlag Feldafing
Archiv im Buchheim Museum der Phantasie
© Rajka Knipper

Korrespondenz aus dem Privatnachlass
Korrespondenz aus dem Privatnachlass
© Julia Rejmer

Die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts waren Buchheims Passion. Große Bildbände und Kataloge zur Künstlervereinigung »Brücke« und der Redaktionsgemeinschaft »Der Blaue Reiter«, zu Malern wie beispielsweise Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Max Beckmann, Pablo Picasso, Marc Chagall, Georges Braque oder Joan Miró spiegeln seine Begeisterung für die Kunst dieser Epoche. In der Buchheim'schen Bibliothek findet sich jedoch ebenso Literatur zu alter Kunst und den antiken Kulturen, zu Outsider-Art und weiteren Themen der Sammelleidenschaft des Ehepaars Lothar-Günther und Diethild Buchheim: Volkskunst, außereuropäische Kunst, Kunstgewerbe und Alltagskultur.

Seit seiner Kindheit und Jugend besuchte Buchheim begeistert den Zirkus und Jahrmärkte. So wundert es nicht, dass er auch hierzu Literatur erworben hat. Diethild Buchheim trug Kinderbücher aus aller Welt zusammen. Illustrierte Bücher für Groß und Klein und Humoristisches bildete einen Publikationsschwerpunkt des Verlages und ist ebenfalls in allen Varianten in der Bibliothek zu finden.

Werkausgaben der vorletzten Jahrhundertwende von Goethe, Schiller, Ibsen oder Jean Paul, antiquarisch wertvolle Exemplare von DON QUIJOTE oder GULLIVERS REISEN und viele weitere ledergebundene Bände mit Goldschnitt offenbaren, dass Bücher nicht nur Wissensspeicher, Anreger und Freudenbringer, sondern explizit eines der Sammelgebiete des Ehepaars waren.

Dies trifft auch auf Zeitschriften zu. Hier gibt es komplette Jahrgänge von JUGEND und SIMPLICISSIMUS von KUNST UND KÜNSTLER, QUERSCHNITT oder DEUTSCHE KUNST UND DEKORATION aber auch von Familien- und Frauenzeitschriften wie der GARTENLAUBE oder DIES BLATT GEHÖRT DER HAUSFRAU. Französische und italienische Kunstzeitschriften der 1950er- bis 1970er-Jahre und traditionsreiche DDR-Illustrierte wie DAS MAGAZIN und der EULENSPIEGEL oder das amerikanische Magazin THE NEW YORKER hatten Buchheims neben vielen weiteren Periodika über Jahre abonniert.

Mehr als 600 laufende Meter Bücher und Zeitschriften waren im Feldafinger Wohnhaus in selbst gezimmerten, vom Boden bis zur Decke reichenden Regalen in nahezu jedem Raum und in den Fluren aufgestellt. Über Jahrzehnte hatten sie im Wohnhaus offen und dicht gedrängt gestanden, so dass sie zunächst gereinigt werden mussten. Dies konnte mit finanzieller Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern fachgerecht vom Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bis Ende 2016 durchgeführt werden. 2017 wurde die Bibliothek ins Buchheim Museum überführt und ist nun thematisch sortiert aufgestellt. Als Präsenzbibliothek steht sie interessierten Besuchern nach Voranmeldung und mit konkretem Forschungsthema zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

Rajka Knipper
E-Mail: rajka.knipper@buchheimmuseum.de

 

Bibliothek im Wohnhaus in Feldafing
Bibliothek im Wohnhaus in Feldafing
© Winfried Englisch

Bibliothek im Buchheim Museum der Phantasie
Bibliothek im Buchheim Museum der Phantasie
© Julia Rejmer

Jugend«, Titelblätter aus dem Jahrgang 1906
»Jugend«, Titelblätter aus dem Jahrgang 1906
© Julia Rejmer

BUCHHEIM. KÜNSTLER, SAMMLER, AUTOR
Ab 03.12.2022

DAS BOOT
Seit 31.07.2021

HAUS BUCHHEIM. ÜBERTRAGUNGEN
Dauerausstellung: Rekonstruktion der Villa Buchheims in Feldafing

BUCHHEIM 100
Ausstellung vom 17. März bis 1. Juli 2018

BUCHHEIMS VERGESSENE BILDER
Ausstellung 5. Dezember 2015. – 17. Januar 2016

Buchheims Kunst- und Wunderkammer
3. Oktober 2015 bis 17. Januar 2016

AUGENFUTTER – Buchheims Küstenbilder 1941-1944
Ausstellung 24. Oktober 2015 – 14. Februar 2016

Marché Sentimental – Schätze aus dem Nachlass Buchheim
Ausstellung 3. Oktober 2015 – 28. November 2015

Lothar-Günther Buchheim – Feldafinger Bilder 1945-1996
16. November 2014 bis 1. Februar 2015

Lothar-Günther Buchheim: Das Boot - Die Fotografien
Ausstellung im Buchheim Museum

Staatsgala - Fotografien von Lothar-Günther Buchheim
Sonderausstellung im Buchheim Museum

Lothar-Günther Buchheim - Der Fotograf
Ausstellung ab 27. April, verlängert bis 2. November 2008

Eines Lebens Lauf - Lothar-Günther Buchheim
22. April bis 7. Oktober 2007 im Buchheim Museum

Eines Lebens Lauf
Lothar-Günther Buchheim vom 02.02. bis 03.10.2006 im Buchheim Museum

Lothar-Günther Buchheim. Der Maler.
Ab 15. August in der Villa Maffei in Feldafing

Einen Teil der Bücher können Sie im Online-Shop direkt bestellen.

Tage und Nächte steigen aus dem Strom. Eine Donaufahrt. 1941 (Erweiterte Ausgabe 2000, ISBN 3-7844-2772-3 und unveränderte Neuauflage TB 2001, ISBN 3-492-23297-3)

Jäger im Weltmeer. 1943/1996, ISBN 3-455-11172-6 (Unveränderte Neuauflage TB 2005, ISBN 3-492-24470-X)

Georges Braque. Das graphische Werk. 1950

Henri Matisse. Aus dem graphischen Werk. 1950

Pablo Picasso. Aus dem graphischen Werk. 1950

Braque („Die Farbige Reihe"). 1951

Raoul Dufy („Die Farbige Reihe"). 1951

Henri de Toulouse-Lautrec. Die Lithographien. („Die Farbige Reihe"). 1951

Henri Matisse („Die Farbige Reihe"). 1952

Max Beckmann. Die Welt des Einzelnen. Holzschnitte, Radierungen, Lithographien.
(„Buchheim Bücher"). 1954

Pierre Bonnard („Die Farbige Reihe"). 1954

Um 1900. Lithographien von Toulouse-Lautrec, Bonnard, Vuillard. („Buchheim Bücher"). 1954

Lexikon der modernen Kunst. Bearbeitet und herausgegeben von Lothar-Günther Buchheim. 1955

Fernand Leger. Menschen und Objekte. („Buchheim Bücher"). 1955

Zwischen Traum und Tag. Zeichnungen von Marc Chagall. („Buchheim Bücher"). 1955

Festliche Welt. Zeichnungen von Raoul Dufy. („Buchheim Bücher"). 1955

Die Künstlergemeinschaft „Brücke". Gemälde, Zeichnungen, Graphik, Plastik. Dokumente des deutschen Expressionismus. 1956

Französische Graphik des XX. Jahrhunderts. („Buchheim Bücher"). 1956

Deutsche Graphik des XX. Jahrhunderts. Holzschnitte. („Buchheim Bücher"). 1956

Hector Trotins Sonntagswelt. 1957

Der „Blaue Reiter" und die „Neue Künstlervereinigung München". 1958

Picasso. Eine Bildbiographie. 1958

Wie malt man abstrakt? Eine leichtfassliche Anleitung. 1958 (Neuauflage 2002, ISBN 3-7659-1051-1)

Graphik des deutschen Expressionismus. 1959

Max Beckmann. Leben und Werk. 1959

Max Kaus. Graphik aus den Jahren 1916-1926. 1959

Otto Mueller. Leben und Werk. 1963 (Neuauflage mit verändertem Layout 2003, ISBN 3-7659-1052-X)

Der Maler im herbstlichen Hain. Chinesische Landschaften von Chi Pai Shih. 1964, ISBN 978-3-7659-0982-5

Max Kaus. Frühe Lithographien. 1964

Jugendstilplakate („Buchheims große Kunstbücher"). 1969

PI PA POP POSTERS. 1969 (Reprint 2007, ISBN 978-7659-1062-3)

Das Boot. Roman. 1973 (Neuauflage 2005, ISBN 3-492-04754-8); Übersetzungen in 30 Sprachen

U-Boot-Krieg. 1976 ( 3. Auflage 2001, ISBN 3-492-04042-X)

Staatsgala. 1977, ISBN 3-426-05608-9

Mein Paris - Eine Stadt vor dreißig Jahren. 1977, ISBN 3-492-02294-4 (Neuauflage mit dem Titel „Paris-Paris", TB. 2004, ISBN 3-7659-1055-4)

Staatszirkus - mit der Queen durch Deutschland. 1978, ISBN 3-423-01438-5

Die Tropen von Feldafing. 1978 (Neuauflage TB 2001, ISBN 3-7659-1050-3)

Der Luxusliner. 1980

U 96 - Szenen aus dem Seekrieg. 1981

Das Segelschiff. 1982 (Veränderte Neuauflage, 1986)

Die Boote, die Besatzungen und ihr Admiral. 1985 (Veränderte Neuauflage, 1986)

Das Museum in den Wolken. Zum Fall Duisburg. 1986, ISBN 3-8135-0278-3

Malerbuch. 1988, ISBN 3-7857-0484-4

Die Festung. 1995, ISBN 3-455-00733-3 (Neuauflage. TB. 2005, ISBN 3-492-24470-X)

U-Boot-Krieg. 1997.(Neuauflage 2001, ISBN 3-937501-09-6)

Zu Tode gesiegt. Der Untergang der U-Boote. 1998 (Neuauflage 2001, ISBN 3-492-04043-8)

Die U-Boot-Fahrer. 1998, ISBN3-937501-08-8

Der Abschied. 2000, ISBN 3-492-04273-2

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