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Cinema anno dazumal

Führung mit Dr. Clelia Segieth in der Villa Maffei

Cinema anno dazumal
Von Weltwundern, fremden Ländern und Sensationen
Guckkastenbilder aus der Sammlung Buchheim

Führung mit Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museum
am Sonntag, dem 19. Juli 2009, um 14.30 Uhr

Ausstellung vom 27. Juni bis 25. Oktober 2009

Villa Maffei, Dependance des Buchheim Museum
Seestraße 4, D-82340 Feldafing am Starnberger See

Öffnungszeiten der Ausstellung:
jeweils Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung unter Tel. 08158 / 997050
Eintritt pro Person ? 3,50, Kombikarte Buchheim Museum und Villa Maffei pro Person ? 10,-

PDF-Flyer zur Ausstellung

Pressemeldung, 15.07.2009

Wenn man heute von Guckkastenbildern spricht, weiß kaum jemand, dass die handkolorierten Kupferstiche und Radierungen, die von Guckkästnern in Guckkästen ?vorgeführt? und lauthals kommentiert wurden, in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den beliebtesten Jahrmarktsattraktionen gehörten, und dass der Guckkasten als Vorläufer unserer heutigen Massenmedien gilt.

Besonders für die ?kleinen Leute?, die nie aus ihrem Gäu herauskamen, waren die perspektivisch angelegten Bilder von ungeheurem Reiz: Denn wer durch eine Linse einen Blick in das Innere des Guckkastens tat, konnte eine unbekannte Welt erleben, fremde Städte und Länder entdecken, antike Weltwunder bestaunen, an historisch aufregenden Ereignissen teilhaben, sich in biblische und andere Geschichten verlieren oder durch höfische Gartenanlagen lustwandeln, was damals freilich nur dem Adel vorbehalten blieb.

Wenn wir heute im Internet surfen, in den Fernseher gucken oder ins Kino gehen hat dies einen ähnlichen Effekt wie der Guckkasten seinerzeit: Unsere Schaulust wird befriedigt, und gleichzeitig erhalten wir eine Fülle an Informationen, anhand derer wir glauben, uns von einer Sache oder einem Ereignis ein Bild machen zu können. Freilich waren die Guckkastenbilder statisch und hatten das Laufen noch nicht gelernt. Doch konnte der Guckkästner ganze  Geschichten erzählen, wenn er eine Folge von Bildern präsentierte. Die biblische Erzählung von ?Joseph und seinen Brüdern? etwa, die in der Ausstellung zu sehen ist, wurde anhand von 12 Blättern, also in 12 Szenen, vorgeführt. Auch konnte man Städte, beispielsweise Rom, aus verschiedenen Blickwinkeln sehen und erfahren. Freilich waren die Guckkastenbilder unbewegt, doch scheint es, als hätten sie gerade deshalb die Phantasie der Betrachter um so mehr bewegt und beflügelt.

Abgesehen von ihrer künstlerischen Qualität sind die Guckkastenbilder auch heute noch faszinierend. Und dies nicht nur, weil man längst veränderte historische Ansichten oder vergessene Bauwerke ?besichtigen? kann. Jedes der ausgestellten Bilder vergegenwärtigt in liebevollen Szenerien, Staffagen, das Leben und Treiben in der damaligen Zeit.

Lothar-Günther Buchheim hat eine wundervolle Sammlung von Guckkastenbildern aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts zusammengetragen, die von Verlegern aus Paris, London, Bassano und Augsburg herausgegeben wurden. Eine Auswahl von 120 Blättern wird nun erstmals in der Villa Maffei, der Dependance des Buchheim Museum, ausgestellt.


"Prospect des neuen Marckts in Dresden", 2. Hälfte 18. Jh., Augsburg, Kaiserlich Franziskische Akademie


"Vue du Pont Rialto et de la Prison de Venise", Guckkastenbild, 2. Hälfte 18. Jh.


"Monument de Mausoli batis par Arthemise mis au nombre d'une des 7. merveille du Monde", 2. Hälfte 18. Jh., Paris, Louis Joseph Mondhare


"Die Anfart und Landung zu Genua bey dem Spinollaischen Palast", 2. Hälfte 18. Jh., Augsburg, Kaiserlich Franziskische Akademie


"Joseph deutet Pharaonis Träume, und wird dadurch erhöhet", 2. Hälfte 18. Jh., Augsburg, Georg Balthasar Probst

Abbildungen: Buchheim Museum

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