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East meets west: Jing Pan und das eurasische Stuttgarter Jade Quartett

Konzert am Samstag, dem 10.11.2012, um 17.15 Uhr

Kunst & Events

East meets west: Das besondere Konzert im Buchheim Museum

Die renommierte chinesische Pipa-Solistin Jing Pan und das eurasische Stuttgarter Jade Quartett spielen Musik von Shiau-Nan Pan und Claude Debussy

am Samstag, dem 10. November 2012, um 17.15 Uhr,
im großen Expressionistensaal inmitten von Gemälden von Ernst Ludwig Kirchner.

Eintritt pro Person EUR 10,-. Wer vorher das Museum und die Japan-Ausstellung besuchen möchte, bezahlt pro Person einen reduzierten Eintrittspreis von Euro 5,-.
Kartenvorverkauf unter Tel. 08158-99700 oder E-Mail: info@buchheimmuseum.de

Samstag, 10. November 2012, 14.30 Uhr
Aspekte des Japonismus: Der Japanische Farbholzschnitt und
sein Einfluss auf die Druckgraphik um 1900

Themenführung im Rahmen der Sonderausstellung „Wilde Kämpfer, Dämonen und Geishas in japanischen Landschaften – Farbholzschnitte Ukiyo-e der Sammlung Buchheim“ mit der Leiterin des Buchheim Museums Dr. Clelia Segieth

Teilnahme frei mit gültiger Eintrittskarte ins Museum!

Pressemeldung, 01.11.2012

Ebenso komplex und vielschichtig wie die Sammlungen von Lothar-Günther Buchheim ist unsere diesjährige Veranstaltungsreihe „Kunst & Events“, die am kommenden Samstag mit einem außergewöhnlichen Konzert aufwartet, das nicht nur chinesische Klassik und Moderne, sondern auch europäische Musik mit ostasiatischen Klangwelten verbindet. Eine Melange also, die auch Buchheims Leidenschaft für Kunst aus Asien huldigt, die derzeit in der aktuellen Sonderschau  „Wilde Kämpfer, Dämonen und Geishas in japanischen Landschaften – Farbholzschnitte Ukiyo-e der Sammlung Buchheim“, aber auch anhand einer großen Vielfalt von ausgestelltem Kunsthandwerk aus China, Indonesien und Indien nachvollzogen werden kann.      

Star des samstäglichen Konzerts ist fraglos die Pipa, ein viersaitiges, birnenförmiges Zupfinstrument, das im Laufe von zwei Jahrtausenden seine heutige Form erhielt. Erwähnt wird die Pipa, die sich während der Tang-Dynastie (618-907 n. Chr.) bei Hofe höchster Beliebtheit erfreute, erstmals im 3. Jahrhundert vor Christus. Heute wird das lautenartige Instrument in China oft eingesetzt, wenn klassische europäische Musik zur Aufführung gelangt. Denn die Pipa ist für das Zusammenspiel mit westlichen Musikinstrumenten hervorragend geeignet. Seitdem nämlich im 19. Jahrhundert die Stege des Griffbretts von 13 auf 24  erhöht wurden, können nahezu sämtliche Tonarten und Halbtöne auf der Pipa gespielt werden. Dadurch verfügt die Pipa über eine außergewöhnliche Bandbreite von Ausdrucksmöglichkeiten.

Frau Jing Pan, die im chinesischen Tientsin geboren wurde, gehört zu den besten Pipa-Virtuosinnen der Welt. In Peking gewann sie die höchste Auszeichnung beim nationalen Musikwettbewerb und  wurde unmittelbar nach dem Musikstudium an der Zentralen Musikhochschule vom Staatlichen Zentralorchester als Pipa-Solistin engagiert. 1989 kam Jing Pan nach Deutschland, lebte und arbeitete aber von 1996-1998 in Taiwan, wo sie Mitglied des bekannten Ching-yuan-Ensembles wurde. Auf zahlreichen Solo-Konzerten im In- und Ausland überzeugte Jing Pan durch ihr perfektes und variantenreiches Spiel.

Wenn Frau Jing Pan und das Jade-Quartett „Ballad of Pipa“ intonieren, ein Stück, das die chinesische Komponistin Frau Shiau-Nan Pan für die Musikerinnen kreiert hat, geht es auch inhaltlich um das chinesische Saiteninstrument. Denn die Ballade von der Pipa bezieht sich auf ein sehr bekanntes chinesisches Gedicht aus der Tang-Zeit, das von Leben und Schicksal einer berühmten Pipa-Spielerin erzählt. Ihre wechselvolle Geschichte, die von unterschiedlichsten Emotionen wie Leid, Liebe und Leidenschaft bestimmt wird, entlockt der Pipa einen ungeahnten Reichtum an Klangfarben.

Wie die Solo-Pipanistin Jing Pan, kommt auch die in Tainan in Taiwan geborene Shiau-Nan Pan von der klassischen chinesischen Musik: 1979 machte sie ihren Abschluss an der National Taiwan Academy of Arts und studierte 1979 bis 1981 chinesische Oper an der Fu-Shing National Theaterakademie. 1982 jedoch ging sie nach Wien, wo sie bis 1985 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst die Fächer Komposition, Klavierpädagogik und Chorleitung belegte. 1990 schloss sie ihren Werdegang als Komponistin in Stuttgart ab und erhielt für ihre Kompositionen zahlreiche Auszeichnungen in Taiwan.    

Und so wie es Frau Shiau-Nan Pan fasziniert, moderne westliche Musik mit traditionellen chinesischen Klängen in Beziehung zu setzen, haben sich auch die Mitglieder des Jade-Quartetts, die Violinistinnen, Han-Lin Liang und Hyun-Ji You sowie die Cellistin Shi-Yu Yu sowohl westlichen wie ostasiatischen Kompositionen verschrieben. Denn ihr Repertoire umfasst Werke der europäischen Klassik, Romantik und Gegenwart ebenso wie Stücke zeitgenössischer chinesischer Komponisten.

Han-Lin Liang und Shih-Yu Yu stammen aus Taiwan, Hyun-Ji You aus Südkorea. Liang studierte an der Taiwan National Normal University, bevor sie 1997 nach Deutschland ging und an der Musikhochschule in Trossingen ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Die Geigerin folgt Einladungen zu Solo- und Kammermusikkonzerten in Deutschland, den USA und Taiwan, trat mehrfach mit deutschen Sinfonieorchestern auf und widmet sich mit Vorliebe klassisch-romantischer Musik, aber auch Kompositionen der zeitgenössischen Avantgarde. Die Cellistin Shih-Yu Yu konnte schon in jungen Jahren in Taiwan durch Wettbewerbserfolge und Soloauftritte auf sich aufmerksam machen. In Deutschland setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Kunst in Berlin und an der Musikhochschule Stuttgart fort, wo sie als Stipendiatin des DAAD in die Solistenklasse aufgenommen wird. Seither erfolgten zahlreiche Auftritte als Solistin und mit namhaften Orchestern. Die Violinistin Hyun-Ji You wurde in Daegu, Südkorea, geboren und erhielt ihre Ausbildung von 1996 bis 2000 an der Hayang Universität in Seoul. Bereits in ihrem Heimatland verfolgte sie eine intensive Konzerttätigkeit als Kammermusikerin und Solistin. Zwischen 2000 und 2006 vervollkommnete sie ihre Kenntnisse an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Mit ihrer Vielseitigkeit und ihrer hohen künstlerischen Qualität bereichert Hyun- Ji You nicht nur das Jade Quartett, sondern auch die Ensembles „Camerata Europeana Stuttgart“ sowie „Musica Viva Stuttgart“.

Wir sind sicher, dass wir nach dem Klaviermarathon mit den jungen Meisterinterpreten unter Simon Gourari, dem fetzigen Cellorock von „Cellica“, dem Auftritt der jungen Cellistin Yumino Weber, der Finissage mit dem Violinvirtuosen Prof. Ingolf Turban und dem Geigenbauer Martin Schleske,  indischem Tanz und einer Einführung in klassische indische Musik sowie Jazz mit Matthias Bublath’s Groove Connection auch mit diesem Konzert einen besonderen Akzent setzen können.

Und: Wer vor dem Konzert in die Welt japanischer Farbholzschnitte eintauchen und etwas über deren Einfluss auf die europäische Kunst der Jahrhundertwende erfahren möchte, und also „East meets west“ auch im Bereich bildender Kunst nachspüren will,  hat dazu Gelegenheit bei meiner Führung um 14.30 Uhr, die sowohl die aktuelle Ausstellung wie auch die Expressionistensammlung berühren wird.  

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museums
Museumsleitung


Jing Pan

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