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Max Klinger – Der Modernste unter den Modernen

Sonderausstellung 16.6. bis 27.10.2013 (mit Finissage)

Finissage am Sonntag, 27.10.2013:

12 bis 16 Uhr
Cicerone Führungen mit Kurator Dr. Richard Hüttel, Teilnahme zu jedem Zeitpunkt möglich.

16 Uhr
„Klinger-Quiz“, bei dem attraktive Preise gewonnen werden können, u.a. eine Jahres-Eintrittskarte für das Buchheim Museum!

Bevor am 10. November CHAGALL. Leben und Liebe naufgebaut wird, lädt das Buchheim Museum der Phantasie ein zum Abschied von der um eine Woche verlängerten Ausstellung Max Klinger – Der Modernste unter den Modernen. Zur Finissage am 27. Oktober 2013 bietet Richard Hüttel von 12 bis 16 Uhr eine vierstündige Cicerone-Führung. Die Besucher sind dazu eingeladen, dazuzukommen und sich wieder auszuklinken, wann immer sie wollen. Um 16 Uhr veranstalten dann der Ausstellungskurator Richard Hüttel und der neue Direktor des Buchheim Museums Daniel J. Schreiber ein großes Klinger-Quiz. Wer bei der Cicerone-Führung gut zugehört hat, hat beste Chancen, attraktive Preise zu gewinnen: Eintrittskarten, die Ausstellungsbroschüre oder als Hauptpreis eine Jahreskarte des Buchheim Museum der Phantasie.

Pressemeldung, 21.10.2013

Max Klinger (1857-1920) gehört zu den großen Künstlern um 1900! Vergessen scheint, dass er einmal als der „Modernste unter den Modernen“ galt, so der dänische Schriftsteller Georg Brandes im Jahre 1882. Klingers Bilder seien von einer Originalität, „unähnlich Allem“, was man bisher gesehen habe. Das Buchheim-Museum erinnert daran, dass er mit seinen suggestiven wie neuartigen graphischen Zyklen viele Künstler wie Giorgio de Chirico, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Max Beckmann oder Max Ernst beeinflusst hat. Im „Museum der Phantasie“ soll einem Künstler Tribut gezollt werden, der alle „Register des Lebens“ - so Käthe Kollwitz - zog, dessen Werk von staunenswerter Vielfalt ist, mit realistischen und phantastischen Zügen, in dem sich Alltägliches mit Surrealem mischt.

Wir dokumentieren zehn Zyklen (zum Teil in Auswahl), von der ersten Mappe „Radierte Skizzen“ aus dem Jahre 1879 bis zum letzten und umfangreichsten Radierzyklus „Das Zelt“ von 1914. Die Ausstellung zeigt einen der größten Graphiker der Kunstgeschichte, einen faszinierenden Ideenkünstler, eine „Jahrhundertgestalt“, der wie kein anderer „die ästhetischen und gesellschaftlichen Spannungen und Entzweiungen seiner Epoche in sich“ trug, so der kürzlich verstorbene große Wiener Kunsthistoriker Werner Hofmann.

Der rheinische Sammler Peter Ludwig schrieb 1988 über den Sammlerkollegen Lothar-Günther Buchheim: „Nie geht er die ausgetretenen Pfade, immer ist er dem Außerordentlichen, dem Ausgefallenen, der Rarität auf der Spur.“ Erst nach und nach wird deutlich, wie recht Peter Ludwig hatte: Buchheims sammlerischer Kosmos scheint unerschöpflich zu sein! Ähnlich wie Peter Ludwig hatte Lothar-Günther Buchheim die „ausgetretenen Pfade“ verlassen und sich immer auch dem „Außerordentlichen“ zugewandt. Wer aber wusste schon, dass Buchheim seit den 60er Jahren graphische Blätter von Max Klinger sammelte. Die wichtigsten Mappen von ihm befinden sich in Buchheims unerschöpflicher „Wunderkammer“. Zu einem Zeitpunkt, als das Werk von Klinger völlig unbeachtet war, hat er es gesammelt und auf erhellende Weise kommentiert. In seinem schriftlichen Nachlass findet sich z.B. der Hinweis: „Max Klinger habe, so wurde gesagt, den Zweifeln und Schauern, der Unseligkeit und Zerrissenheit, den Qualen und der Sehnsucht der modernen Seele Gestalt zu geben versucht. Eine Weltauffassung bekunde sich, die sich über das Erdentreiben emporhebt und den kosmischen Problemen des Werdens und Vergehens ins Auge blickt.“ In diesen und anderen Notizen erweist sich Buchheim als sensibler Kommentator. Der Sammler des Expressionismus spürte, dass Klinger von der jüngeren expressionistischen Künstlergeneration gar nicht so weit entfernt war und der „Sehnsucht der modernen Seele Gestalt zu geben versucht.“

In der Ausstellung im Buchheim Museum soll Max Klinger als der „Modernste unter den Modernen“ vorgestellt werden, einer, der auf unverwechselbare Weise der „Unseligkeit und Zerrissenheit“ aber auch der Schönheit Ausdruck verlieh.

Dr. Richard Hüttel
Kurator der Ausstellung


Weitere Informationen


Max Klinger - Der Modernste unter den Modernen
Broschüre zur Ausstellung
EUR 9,80 zzgl. EUR 2,50 Versandkosten


Max Klinger - Der Modernste unter den Modernen
Plakat zur Ausstellung
EUR 10 zzgl. EUR 7,50 Versandkosten

Bestellung


Max Klinger, Bär und Elfe, Blatt 1, aus: Intermezzi, 1881


Max Klinger, Selbstbildnis, leicht nach links gewendet, 1918


Max Klinger, Handlung, Blatt 2, aus: Ein Handschuh, 1881

© Buchheim Museum

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