Stiftungsfonds Karoline Wittmann

Buchheim Stiftung erhält bedeutende Zustiftung

Das Buchheim Museum, international bekannt für seine Sammlung moderner Kunst mit Schwerpunkt Expressionismus und Expressiver Realismus, erhält einen bedeutenden Zuwachs: Mit dem Stiftungsfonds Karoline Wittmann wird dem Museum ein herausragendes Sammlungskonvolut übergeben.

Karoline Wittmann, geborene Erlacher (1913–1978), zählt zu den höchst bemerkenswerten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Nach ihrer Ausbildung an der Münchner Akademie entwickelte sie rasch einen eigenständigen künstlerischen Stil. Trotz großer persönlicher Herausforderungen – darunter der Verlust vieler Frühwerke im Zweiten Weltkrieg und eine Erkrankung an Schizophrenie, die vorzeitig zum Ende ihres Schaffens führte – hinterließ sie ein eindrucksvolles Oeuvre im Expressiven Realismus.

Ihr Sohn, Paul Maria Wittmann, hat das Andenken seiner Mutter mit großer Hingabe gepflegt, ihren Nachlass geordnet, Werke zurückgekauft und in der Stiftungsgalerie Karoline Wittmann in München öffentlich zugänglich gemacht. Unter Vermittlung von Wolfgang Meessen, der seit 2020/21 das Digitale Archiv Karoline Wittmann führt, überträgt Wittmann nun die in der Stiftungsgalerie verbliebenen Werke, das Archiv und einige persönliche Gegenstände als Stiftungsfonds Karoline Wittmann an die Buchheim Stiftung. Neben den Kunstwerken umfasst die Zustiftung auch Immobilien, deren Erträge die Finanzierung des Fonds sichern. Hervorzuheben ist außerdem, dass auch das Urhebernutzungsrecht am Werk von Karoline Wittmann der Buchheim Stiftung übertragen wurde. Weitere 30 bedeutende Werke Karoline Wittmanns hat das Sammlerehepaar Evelyn und Wolfgang Meessen Köln dem Stiftungsfonds als Vermächtnis notariell zugesichert.

Die Buchheim Stiftung und das Team des Buchheim Museums freuen sich, das künstlerische Erbe Karoline Wittmanns zukünftig in Bernried zu bewahren, weiter zu erforschen und ihr Werk einer breiten Öffentlichkeit in Ausstellungen, Publikationen und mit Leihgaben zugänglich zu machen.


Pressespiegel

Karoline Wittmann
Triumph einer verkannten Malerin
Sueddeutsche.de, 07.01.2026


2026 im Museum

25 JAHRE BUCHHEIM MUSEUM DER PHANTASIE
Rückschau und Ausblick zum Jubiläum – 23.05. – 30.09.2026

AUFRUHR DER FARBEN
Karl-Schmidt-Rottluff und das Erbe der »Brücke«
23.05. – 30.09.2026

ES HAT SICH SELBST AUS MIR GEMALT
Joachim Ringelnatz als Maler
25.07.–30.09.2026

HAUS BUCHHEIM. ÜBERTRAGUNGEN
Rekonstruktion der Villa Buchheims in Feldafing

Afrika & Ozeanien
Präsentation von Objekten der Sammlung Buchheim im Turmsaal

Abbildung: Karoline Wittmann, Selbstbildnis, 1938, Bleistift auf Papier, Stiftungsfonds Karoline Wittmann im Buchheim Museum, Bernried © Buchheim Stiftung, Bernried
Karoline Wittmann, Selbstbildnis, 1938, Bleistift auf Papier, Stiftungsfonds Karoline Wittmann im Buchheim Museum, Bernried © Buchheim Stiftung, Bernried

Abbildung: Sitzender weiblicher Akt mit Tisch
Karoline Wittmann, Sitzender weiblicher Akt mit Tisch, 1958, Öl auf Leinwand, Stiftungsfonds Karoline Wittmann im Buchheim Museum, Bernried, © Buchheim Stiftung, Bernried

Abbildung: Von links nach rechts: Wolfgang Meessen, Sammlungsleiterin Rajka Knipper, Paul Maria Wittmann, Vorstandsvorsitzer Dr. Walter Schön,
Von links nach rechts: Wolfgang Meessen, Sammlungsleiterin Rajka Knipper, Paul Maria Wittmann, Vorstandsvorsitzer Dr. Walter Schön, Foto: Isabelle Zapp, Buchheim Museum

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