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'Roland', 'Onkel Max', 'Das Wolkenschaf' und ...

Illustrationen und Kinderbücher aus dem Buchheim Verlag

Villa Maffei, Dependance des Buchheim Museums
Seestraße 4 (beim Rathaus)
D-82340 Feldafing am Starnberger See

13. Mai - 7. Oktober 2007
Samstag und Sonntag 11- 17 Uhr und nach Vereinbarung

PDF-Flyer zur Ausstellung

Besuchsmöglichkeit für Kindergruppen

Pressemeldung, 10.05.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr gerne möchten wir Sie zur Eröffnung der Kinderbücher-Ausstellung am Sonntag, dem 13.5.2007, um 13 Uhr, in die Villa Maffei einladen.

Dass Lothar-Günther Buchheim von Jugend an malte und zeichnete, dass er einen Verlag gründete, dass er Kunstbücher und Romane schrieb, mit der Kamera Zigtausende von Aufnahmen machte, eine ebenso hochkarätige wie durch persönliche Vorlieben geprägte Sammlung mit dem Kern deutscher Expressionismus zusammentrug, und dass er schließlich 2001 - nach langer Odyssee - sein "Museum der Phantasie" in Bernried am Starnberger See eröffnen konnte - all dies ist hinlänglich bekannt. Doch wer weiß schon, dass Buchheim auch Kinderbücher schrieb? Und dass er, der zusammen mit seiner Frau Diethild den Buchheim Verlag betrieb, auch eine stattliche Reihe von Kinderbüchern verlegte?

Die Ausstellung 'Roland', 'Onkel Max', 'Das Wolkenschaf' und ... ? Illustrationen und Kinderbücher aus dem Buchheim Verlag in der Villa Maffei, die 1901 vom renommierten Architekten Emanuel von Seidl entworfen wurde, rückt nun erstmals die Buchheim'sche Kinderbuchproduktion in den Blick und lädt Kinder wie Erwachsene zum Schmökern, Vorlesen, zum Weiterspinnen von Geschichten und zum Dichten, aber auch zum Malen ein. In den einzelnen Räumen sind "begehbare" Bilderbücher entstanden: Beim Lesen der Texte und beim Betrachten der Illustrationen erschließen sich die Geschichten im Vorübergehen ...

Los geht's mit Buchheims Erzählung von Onkel Max (1961). Onkel Max ist ein echter Bohemien. In seinem kleinen, von Hochhäusern umgebenen alten Fachwerkhaus, führt er ein bescheidenes, aber unabhängiges Dasein voller Genuß und Lebensfreude. Doch weil er ständig seine Malerei im Kopf hat - Max ist Kirchenglasfenstermaler - passiert ihm ein komisches Missgeschick nach dem anderen. Am Ende fragt Buchheim die kleinen Leser, ob sie eine Idee hätten, wie Max sein Chaos in den Griff bekommen könne. Bayerische Zweit- und Drittklässler hatten dazu 1967 eine Menge von Vorschlägen ...

Auch Buchheims zweites Buch - "Jackie, das Rennpferd" (1962) - erzählt von einem, der das Herz am rechten Fleck hat. Denn Jackie blüht erst in der Obhut des kleinen dicken Gärtners auf. Der wiederum verwandelt sich in einen schlanken Jockey, und die Siege machen ihn reich: Da sind die zwei Richtigen zusammengekommen.

Das erste Kinderbuch, das im Buchheim Verlag erschien, hat der in Frankreich lebende Rumäne André François (1915-2005) erzählt und gezeichnet. Er wurde vor allem als Karikaturist bekannt. Auch Buchheim machte mit ihm eine Reihe von Humorbüchern, bevor er 1956 das hübsche Bändchen "Krokodilstränen" herausgab. Was Krokodilstränen sind, wird darin liebevoll und sehr einleuchtend erklärt. Auch die schöne Geschichte von "Roland" (1962), der nur "Krack" sagen muss, damit sich Bilder und Zeichnungen, aber auch Pelzmäntel oder Puppen in lebendige Wesen verwandeln, wurde von François illustriert.

Eine Reihe von Kinderbüchern, die Buchheims um 1960 herausbrachten, sind Lizenzausgaben des Altberliner Verlages Lucie Groszer oder des Kinderbuchverlages Berlin, beide ehemals in Ostberlin. Fred Rodrians "Wolkenschaf", das der bekannte Berliner Buchkünstler Werner Klemke (1917-1994) illustrierte, wurde als "Schönstes Buch 1957" (DDR) ausgezeichnet. Klemke bebilderte auch die Geschichte vom wackeren Fischerjungen Lütt Matten, die Benno Pludra (geb. 1925), einer der erfolgreichsten Jugendbuchautoren der ehemaligen DDR, geschrieben hat.

Im ersten Stock lädt Heiner Harss" Held Paplu", der Sohn eines Kapitäns, zu einem spannenden Abenteuer ein. Denn Paplu gelingt es, das Schiff des Vaters zu retten ... Bevor Wiltrud Roser (geb. 1924) Kinderbuchmacherin wurde, arbeitete sie als Trickfilmzeichnerin bei der UFA in Berlin. Zwei Räume sind mit ihren subtilen und detailreichen Tuschfederzeichnungen bestückt, die sie mit kräftigen Deckfarben koloriert hat. Auch die Geschichten "Tante Fannys Tiere" (1959) und "1000 Mark für Waldemar" (1960) hat Roser selbst geschrieben. - Ganz anders wirken die großflächigen farbigen Linolschnitte der bekannten Malerin und Kinderbuchautorin Marlene Reidel (geb. 1923) für den 1958 erschienenen Band "Zehn kleine Negerlein". Im selben Jahr erhielt Reidel den Deutschen Jugendbuchpreis.

Zur Ausstellung gibt's wieder die Kinderbücher von Lothar-Günther Buchheim Onkel Max und Jackie, das Rennpferd zu je EUR 12,80 im Museumsladen. Das Plakat zur Ausstellung ist zum Preis von EUR 5,00 zzgl. Versandkosten bestellbar.


Rosenleidenschaft - Rosenbilder von Pierre Joseph Redouté

Die Kabinettausstellung (I. Stock) mit Rosenbildern von Pierre Joseph Redouté (1759-1840), der als "Raffael" unter den Rosenmalern gilt - in seinem dreibändigen Mammutwerk "Les Roses" erfasste er an die 200 Rosensorten - schlägt einen Bogen zur nahegelegenen "Roseninsel2 wie auch zu den Rosen im Park der Villa Maffei. Redouté war Hofmaler bei Napoleon Bonaparte, dessen Gattin Josephine eine leidenschaftliche Rosenliebhaberin war, weshalb sie "Rosenkaiserin" genannt wurde. Die Rosenzucht erlebte durch Josephine einen großen Aufschwung. Und für ihren berühmten Garten in Malmaison ließ sie Rosensorten aus der ganzen Welt kommen ...  Wer nicht nur Rosen ansehen, bestaunen und riechen will, erfährt in der Ausstellung auch allerhand Wissenswertes zur Geschichte der Rose und ihren Züchtungen und Sorten.

Die Villa Maffei, ein barockisierender, asymmetrischer malerischer Zweiflügelbau mit eingestelltem Rundturm, Eckerker, Balkons und einer Terrasse, war einst von einer sehr viel größeren Parkanlage umgeben. In der Nordwestecke gab es einen Wirtschaftsgarten, im Süden wurde das Gelände vom Feldafinger Park begrenzt, einem weitläufigen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild, der zwischen 1854 und 1864 nach Plänen des Generaldirektors der Königlich Preußischen Hofgärten Peter Joseph Lenné angelegt worden war. Dort, wo 1901 das Seidl'sche Gebäude errichtet wurde, stand seit 1939 ein Landhaus, das 1844 Reichsrat Joseph Anton Ritter von Maffei (1790 -1870) erwarb. Maffei stammte aus einem Veroneser Handelsgeschlecht und brachte es, unter anderem als Bankier, Gründer und Betreiber einer Lokomotivfabrik von Weltruf, zu Reichtum und Ansehen. Sein Neffe Hugo von Maffei war es, der Emanuel von Seidl mit dem Neubau der Villa Maffei beauftragte.

Die grandiose Aussicht auf den See und die voralpenländische Berglandschaft macht den Besuch der Villa Maffei zu einem einzigartigen Erlebnis, das sich hervorragend mit einem Spaziergang durch den Lenné'schen Park und einer Besichtigung der "Roseninsel" verbinden lässt.

Mit schönen Grüßen aus dem Buchheim Museum

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museum


Onkel Max. Erzählt von Lothar-Günther Buchheim, gemalt von
Julius Himpel, Buchheim Verlag 1961.


Jackie, das Rennpferd. Erzählt von Lothar-Günther Buchheim,
gemalt von Julius Himpel, Buchheim Verlag 1962.


Krokodilstränen. Erzählt und gezeichnet von André François, Buchheim Verlag 1956.


Roland - Die Abenteuer eines kleinen Jungen. Erzählt von Nelly Stéphane, gemalt  von André François, Buchheim Verlag 1957/58.


10 kleine Negerlein. Mit farbigen Linolschnitten von Marlene Reidel, Buchheim Verlag 1958.


Tante Fannys Tiere. Erzählt und gemalt von Witrud Roser,
Buchheim Verlag 1959.

Abbildungen: © Buchheim Museum

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