Japanische Kalligraphie

Mit Mie Hayakawa-Jirdell, 9. Dezember 2012, 14.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung »Wilde Kämpfer, Dämonen & Geishas in
japanischen Landschaften – Farbholzschnitte Ukiyo-e der Sammlung Buchheim«

Japanische Kalligraphie (Shodo) mit der mehrfach ausgezeichneten
japanischen Künstlerin Mie Hayakawa-Jirdell

Sonntag, 9. Dezember 2012, 14.30 Uhr
Teilnahme frei mit gültiger Eintrittskarte ins Museum!
Um Anmeldung unter Tel. 08158-9970 0 wird gebeten.

Pressemeldung, 04.12.2012 - Eine Seite zurück


Chinesische und japanische Schriftzeichen bezaubern uns Europäer, die wir gewohnt sind, alles mit unseren 25 abstrakten und völlig vom Wortsinn, ja von sinnlichem Bezug losgelösten Buchstaben auszudrücken. Ganz anders in Ostasien, wo der Kalligraph immer höchstes Ansehen genossen hat und seine Werke fast noch mehr geschätzt werden als die der Maler. Schrift prägt das Denken und so unterscheidet sich der Bezug vom Gedanken zu seiner sinnlichen Wiedergabe in Ost und West. Wenn in einem Schriftzeichen schon sein Inhalt als Bild festgelegt ist, wird die Schreibkunst zu einem wahrhaft schöpferischen Werk, einem Ausdruck ästhetischen Empfindens.

Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen mit der Vorführung der japanischen Kalligraphin Mie Hayakawa-Jirdell die Möglichkeit bieten können, die japanische Schriftkunst nicht nur als exotisches Formenspiel zu erleben, sondern als komplexe Wechselwirkung zwischen Gedanken und Schrift.

Mie Hayakawa-Jirdell kam in der Präfektur Aichi in Japan zur Welt und beschäftigte sich schon als Kind mit japanischer Kalligraphie. Sie entschied sich für eine klassische Kalligraphie-Ausbildung und wurde unter anderem von dem bekannten japanischen Kalligraphie-Künstler Kodo Kojima unterrichtet. Mit ihrer Kunst errang sie unter anderem Preise ihrer Heimatstadt Nagoya sowie des japanischen Bildungsministeriums. Ziel ihrer Kalligraphie ist es, die Spannung zwischen Ungleichgewicht und Harmonie sowie Struktur und Hierarchie zu erfahren. Mie Hayakawa-Jirdell, die heute in München lebt, fasziniert das Erlebnis von innerer Entspannung beim Ansetzen des Pinsels bei gleichzeitiger vollster Konzentration von Körper und Geist.

Nach einer Einführung in Geschichte und Bedeutung japanischer Kalligraphie gibt Frau Mie Hayakawa-Jirdell einen Einblick in deren Vielschichtigkeit und das ausdrucksstarke Spiel von Farben und Formen. Im Anschluss können die Teilnehmer in kleinen Gruppen japanische Kalligraphie erproben.

Dr. Clelia Segieth
Kuratorin des Buchheim Museums
Museumsleitung


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Utagawa Kuniyoshi, (1798-1861), Frau mit Namenstäfelchen, ca. 1844 © Buchheim Museum


Kalligraphie: Mie Hayakawa-Jirdell

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